Swingende Grooves

Hier findst Du Noten und Hörbeispiele zu swingenden Grooves

Auf dieser Website erfährst Du, welche traditionellen Basis-Grooves des frühen R&B, Jazz, Big Band Swing, Jump Blues, Blues, Boogie Woogie, Rock ’n‘ Roll und des New Orleans Drummings wichtig sind und wie sie klingen. Am Ende dieser Seite findest Du Links zu einzelnen berühmten Grooves, die notiert und nachgespielt sind.

Ternäre und triolische Grooves

Die swingende Rhythmik der frühen „Popmusik“ basiert auf den Schlagfolgen des Shuffles, des Swing, des Rollens im 12/8 Gefühl und der afro-kubanischen Einflüsse im frühen Jazz und New Orleans R&B („Second Line Drumming“). Diese vier rhythmischen Einflüsse bilden die Basis der unzähliger Hits der 30er, 40er, 50er und 60er Jahre.

Gemeinsam ist diesen Grooves, dass sie auf einer mal eindeutigen und mal weniger konsequenten Dreiteilung der Zeit beruhen. Diese Teilung in Triolen wird als „ternär“ bezeichnet. Die annähernde Teilung wird „triolisch“ genannt.

Vier wichtige Basis-Grooves der 30er, 40er, 50er und 60er Jahre

Im Notenbild werden Shuffles meist als binäre Achtel (2 Achtel pro Viertel-Grundschlag) ausgewiesen. Am Beginn einer Notation die ternär (oder nahezu ternär = triolisch) zu interpretieren ist, befindet sich ein Hinweis ( 2 = 3 ) , dass zwischen den notierten Achteln eine Achtelpause oder eine „nahezu Achtelpause“ (= „triolisch“) zu lesen und zu fühlen ist.

Hörbeispiele zu den vier wichtigen ternären Basis-Grooves

Track 1: Shuffle

Im „Double Shuffle“ (R&B Style) spielen beide Hände synchron dieselbe Schlagfolge. So wie hier zu hören meist auf der Snare und auf dem Ride-Becken. Der „Double Shuffle“ wurde in den 50er Jahren als eine „trashige“ Variation des Shuffles der aus dem Süden der USA zugezogenen Bluesmusiker in Chicago verbreitet. Berühmt wurde der Groove durch Chuck Berry’s „No Particular Place to Go“ (1964).

Hier geht es zur Beschreibung und weiteren Beispielen zum Basis-Groove Shuffle.

Track 2: Swing

Swing-Basis Groove mit jeweils 1 Takt Swing auf dem Ride-Becken und 1 Takt mit „Zwischenschlag“ auf der Snare auf der „3-Und“.

Hier kannst Du mehr über den Swing und seine Spielweisen erfahren.

Track 3: Soul-Balladen und Blues im 12/8-tel Gefühl

Hörbeispiel zum 12/8-tel Feel mit Sidestick auf der Snare und Besen auf der Kuppe des Ridebeckens gespielt.

Über den Basis-Groove der Soul-Balladen und des langsamen Blues kannst Du hier mehr erfahren: 12/8 Feel

Track 4: Faux Latin Boogie

Dieser Groove ist die Basis für einen Jazz-Stil der zum Ende der 40er Jahre in New Orleans seinen Weg nahm und Rhumba Boogie genannt wurde. Hier mit den Besen auf der Snare in der Tradition des marschartigen New Orleans Drumming gespielt. Das Beispiel ist zum Erkennen der Schlagfolge recht langsam für einen Boogie getrommelt. Angenehm beschwingt klingen Latin Boogies bei ca. 140 bpm.

Hier kannst Du über die Spieltechnik zum Boogie Woogie (Jazz Besen Handsätze) und den Faux Latin Boogie mehr erfahren.

Berühmte Grooves der 30er bis 60er Jahre

An dieser Stelle findest Du Links zu berühmten Grooves der 30er bis 60er Jahre. Die einzelnen Blog-Artikel enthalten Noten und Hörbeispiele.