Archie Ancora – Vier Songs auf Vinyl und Band

Hier ist sie: Die Maxi-Schallplatte mit vier Songs der stompology Hausband Archie Ancora & His Motorboats. Die sagenhaft hohe Auflage der Schallplatte ( 1 Exemplar) ist zur Zeit noch im Presswerk in Arbeit. Die vier Songs sind als Dateien des analogen Masters hier online zu hören.

Audios Die Revox Bänder #1

Das Ende der Aufgeregtheit
Leicht
Ich kann nur einen Beat
Beschäftigt mit Nichtstun

Begleittext zur Schallplatte Archie Ancora & His Motorboats – Die Revox Bänder #1

Nichts ging mehr. Am 22. März 2020 starb das öffentliche Leben. In den darauf folgenden Wochen waren Menschen gezwungen, auch das private Leben dem „Corona-Lockdown“ mit Kontaktbeschränkungen anzupassen.

Versandhandel verzeichneten in dieser Zeit ungewöhnlich hohe Bestellungen von Musikinstrumenten. Wahrscheinlich hegten die Käufer und Käuferinnen schon lange den Wunsch, ein Instrument spielen zu können. Der Lockdown mit seinem Stillstand ermöglichte den Freiraum, sich diesen Wunsch im heimischen Wohnzimmer zu erfüllen.

In den Wochen des Lockdowns war es mir möglich, ein Jahre zuvor angefangenes Buchmanuskript über traditionelle Spielweisen und Musikstile am Drumset als Website-Veröffentlichung unter stompology.org zu realisieren.

Unter den, zunächst mehr scherzhaft gewählten, Namen Big Boy Chrischie and the Original Wave Stompers sowie Archie Ancora & His Motorboats erschienen auf stompology.org über den Zeitraum der Artikelveröffentlichungen kurze Musikbeispiele zur akustischen Darstellung einzelner Spielweisen. Gespielt und aufgenommen von mir im Wohnzimmer in der erzwungenen Abgeschiedenheit und der „amtlichen“ Entpflichtung von gewerblichen Tätigkeiten während der Corona-Krise.

„Archie und die Jungs“ lernten dazu und wurden sozusagen zur Stompology-Hausband befördert. Die vier ursprünglich als Beispiele für die Vielfalt traditioneller Spielweisen komponierten Songs dieser 10-Inch-Maxi-Schallplatte sind sorgsam ausgesucht, wurden neu abgemischt und mit einem Röhrentonbandgerät aus den 60er Jahren für die Wiedergabe auf Vinyl gemastert.

Der Freiraum eines Lebens ohne Terminkalender sowie dabei allein aus Spaß an der Sache, ohne kommerzielle Interessen, etwas zu erschaffen, bleibt als eine positive Erfahrung bestehen. Die sich mit dieser Erfahrung einstellende Gelassenheit besteht hoffentlich weiterhin als ein Fundament der experimentellen Ungezwungenheit und als Inspiration für weitere Songs von „Archie und den Jungs“.   

Christian W. Eggers – Kiel im Mai 2026

Das Master Band zur Erstellung der Schallplatte wurde mit einem Röhrentonbandgerät des Herstellers Revox mit der Bezeichnung G36 erstellt. Die Maschine aus den 60er Jahren wurde für das Projekt gründlich überholt.

Ich wünsche viel Spaß und gute Laune beim Hören!

Christian W. Eggers – 29. Juni 2026 – christian@stompology.org – (letzte Bearbeitung dieses Artikels am 29. Juni 2026)

„Leicht“ und das Gewicht der zweiten Version

Post von Archie Ancora & His Motorboats ist immer ein besonderes Erlebnis. „Phono-Post“ stand auf dem kleinen Päckchen. Typisch; so etwas habe ich das letzte Mal in den 70er Jahren in meinem Kinderzimmer gesehen. Inhalt: eine Magnetband-Kompaktkassette mit der krakeligen Beschriftung „Leicht / Neue Version / Mai 2026“.

Vor zwei Jahren hatten uns Archie und die Jungs den Beispiel-Song Leicht zur Vorstellung des Galopp-Beat am Schlagzeug eingespielt. Und nun findet Archie, dass der Song langsamer im Tempo und mit dem „verfluchten Gitarren-Banjo aus der DDR irgendwie entspannter“ ist. Auch teilte Archie dem stompology-Management mit, dass er inzwischen Fortschritte auf der Gitarre gemacht habe.

Nach einigen Anläufen konnte ich die Musik-Kassette in das Fach eines museumsreifen Tapedecks friemeln und mir das Machwerk Leicht -Version 2 zu Gemüte führen.

Geht doch und kann man machen, Archie! Nur was soll es bringen, unterschiedliche Versionen desselben Songs von demselben Interpreten zu veröffentlichen?

Erstmal googeln. Hier eine herrlich dadaistische Antwort im Zeitalter der (KI-) Übersetzungsmaschinen:

„Verschiedene Versionen von differente Tracks ableitender Hörerlebnisse. Mehrele Versionen mehr bieten, rohmaterial für die Gestaltung des finalen Musikstücks. Erause sich dich Berufsteile, deine künstlerischer Ausdruck zu.
Künstler kann stirbt, schädliche Siege nach Seitenelemente Beispiel des Originals, wie zum verändern die Instrumentierung und die Produktion die Produktion, Atmosphäre Stimmungee breiten oder männer.
Ziel ist es, aussem Grundthema je Vorbeifahren nach Stimmung oder Begründung schaffen vollzählige neue Erlebnisse emotionale zu.“

Aha! Mit dieser Erklärung restlos entwaffnet, hier nun der Song Leicht im neuen Gewand mit Banjo und einer „Second Line Bass Drum“, gespielt von der in letzter Zeit tiefenentspannten stompology Hausband Archie Ancora & His Motorboats.

Audio zum Song Leicht von Archie Ancora & His Motorboats. Das Audio wurde mit einem Revox G36 Tonbandgerät gemastert.

Viele Spaß beim Anhören und einen leichten Frühling wünscht

Christian

Christian W. Eggers – 10. Mai 2026 – christian@stompology.org (letzte Aktualisierung dieses Beitrags am 9. Juni 2026)

Bildnachweise: Artikel-Teaser Bank mit Hut und Hängematte im Hintergrund, Autor: grugrus, Lizenz: pixabay; Plattencover Foto Strandhafer und Meer Autor: denfran, Lizenz: pixabay

Die fast vergessene Welt der Cajun und Zydeco Music

„Wenn die Hitze dich nicht umbringt, werden die Gewürze es tun.“ So lautet ein Spruch über das Leben im Südwesten des US Bundestaates Louisiana. Eine Anspielung auf das Cajun Gewürz, welches die Nachfahren der ursprünglich französischen Siedler, die Akadier (auch Acadiens), so gerne und großzügig fast jeder Speise beimischen. Diese Eigenart einer über Jahrzehnte vom Rest der Welt nahezu abgeschiedenen Bevölkerungsgruppe gab auch ihrer Musik einen Namen: Cajun Music.

Neben den Nachfahren der ursprünglich französischen Siedler bilden die Nachfahren der aus Afrika verschleppten Menschen einen Teil der Bevölkerung in Louisiana. Es dauerte einige Jahrzehnte und beide Musikkulturen, die der aus Kanada vertriebenen weißen Siedler und die der Afroamerikaner, verschmolzen zur Stilrichtung Zydeco.

Zydeco Music ist die Vermischung europäischer Volksmusik in der speziellen Form der Cajun Music, die auf der Basis der Blues-Tonleiter mit „Blue Notes“ gespielt wird. Beispiel für einen stark vom Blues geprägten Song auf YouTube, Mr. Charlie, Clifton Chenier .

Die Herkunft der Bezeichnung Zydeco ist nicht vollständig geklärt. Sie tauchte in größerer Verbreitung Mitte der 1950er Jahre mit den ersten kommerziell erfolgreichen Plattenaufnahmen der Mischung aus Cajun und Blues auf.

Herkunft und Verbreitung

Die Karte zeigt die Herkunft und die Verbreitung der Musikstile Cajun Music sowie der Zydeco Music.

Das Unvermeidliche – Ein Song von Archie Ancora & His Motorboats

Archie und die Jungs haben die Gelegenheit genutzt und von ihrem spektakulär gefloppten Smash Hit Ich kann nur einen Beat eine durch Cajun und Zydeco inspirierte Version aufgenommen. Die Mundharmonika ersetzt das sonst in diesen Stilrichtungen prägende Akkordeon.

Bei der an Cajun Musik angelehnten Version des Songs Ich kann nur einen Beat brauchten Archie und die Jungs Hilfe. Vielen Dank, Olaf Klemm ! Für die Takte einer E-Gitarren-Begleitung im Stil von Luther Perkins (das war der mit der Telecaster in der Band von Johnny Cash). Gut zu hören im Outro des Songs.

Wie immer: Viel Spaß beim Experimentieren und Ausprobieren!

Christian W. Eggers – 28. April 2026 – christian@stompology (letzte Aktualisierung dieses Beitrags am 22. Juni 2026)

Fotonachweis: Teaser „Cajun Hütte“ Lizenz: pixabay

Nichts auf der Naht Blues

Wenn Archie im stompology-Büro auftaucht, will er entweder mehr Geld („Tantiemen“) oder er will uns einen neuen Song andrehen. Dieses Mal versuchte er beides.

Archie, so geht das nicht! Wir warten immer noch auf einen richtigen Hit und nicht schon wieder auf einen dieser merkwürdigen Blues-Songs.

Archie ließ nicht locker: „Also, ich habe hier einen wichtigen Song zur Lage der Nation!“ Oh je, dachte ich, jetzt will er uns einen Protestsong anbieten.

Nach dem Hören des Nichts auf der Naht Blues haben wir uns dann doch entschieden, den Song hier zu Gehör zu bringen. Nicht aufgrund der vorgeblichen Wichtigkeit dieses Beitrags zur wirtschaftlichen Lage, sondern weil wir finden, dass ein wenig „Rumba-Boogie“ im Blues unserem ursprünglichen stompology-Bildungsauftrag zur Darstellung von Schlagzeug-Grooves entgegenkommt.

Hier geht es zum Rumba Boogie

Beispiel für eine Rumba-Boogie Schlagfolge am Drumset. In einigen Lehrbüchern wird der Rumba-Boogie auch Faux Latin Boogie genannt.
Audio-Beispiel für einen Rumba-Boogie mit Snare (Jazzbesen) und Bassdrum.

Ich wünsche viel Spaß bei Anhören und Ausprobieren!

Christian W. Eggers – 16. April 2026 – christian@stompology.org – (letzte Aktualisierung dieses Beitrags am 27. April 2026)

Artikel-Foto Lizenz: https://pixabay.com/de/photos/dinge-artikel-wagen-alt-2609870/

Plattencover-Foto Lizenz: https://pixabay.com/de/photos/auto-rost-schrott-verlassen-854493/

Parlor-Bluesgitarre für Bottleneck und Open Tuning – Eine Umbauanleitung

Mit diesem Beitrag wird die Modifikation einer einfachen Parlor-Gitarre zur Stahlsaiten-Bluesgitarre für das Spiel mit dem Bottleneck in Open Tuning Stimmungen beschrieben.

Wie das Ding klingt

Das Wichtigste am Anfang. Das Audio gibt den Sound der umgebauten Parlor-Gitarre wieder.

Das Audio mit den drei kurzen Klangbeispielen in Open Tuning E Dur wurde nicht digital bearbeitet. Aufgenommen wurde es in Stereo: ein Kanal mit einem Großkondensator-Mikrofon platziert neben dem Schallloch und der zweite Kanal mit einem eingebauten Schallloch-Tonabnehmer von Gretsch direkt in den Interface-Eingang.
Mit einem kleinen Röhrenverstärker aufgenommen, klingt die Parlor-Gitarre mit ihrem Schalllochtonabnehmer ziemlich urig.
Klangbeispiel Parlor-Bluesgitarre mit Mini-Röhrenamp.

Eigenschaften und Herkunft

Parlor-Gitarren sind kleine Gitarren. Die Bezeichnung Parlor haben die Minis erhalten, weil sie ursprünglich für den Einsatz im kleinen Kreis der Hausmusik konstruiert wurden. Man kann diese Gitarren daher auch mit den deutschsprachigen Bezeichnungen Salon-Gitarren oder auch Wohnzimmer-Gitarren versehen.

Eine zur Blues-Gitarre umgebaute Parlor-Gitarre. Sie wurde bewusst roh im Outfit gelassen. Wer es anders mag, muss glätten, schleifen, lackieren und polieren.

Typische Korpuslängen betragen bescheidene 45 cm bei einer Griffbrettlänge von ca. 40 cm. Wobei der Hals meist mit dem 12. Bund am Korpus ansetzt. Zunächst wurden die Gitarren mit Darmsaiten versehen; ab Mitte der 40er Jahre dann mit Nylonsaiten.

Parlor-Gitarren als Blues-Gitarren einsetzen

Zum traditionellen Blues-Instrument wurden die Wohnzimmer-Gitarren nicht wegen ihres warmen, unverwechselbaren Klangs oder ihrer Kompaktheit.

US-Bluesmusiker sollen die kleinen Gitarren aus aus der Not heraus verwendet haben. So gab es, über Versandhauskataloge vertrieben bis in den letzten Winkel des Südens, kostengünstige „kleine“ Gitarren, die auch für Landarbeiter erschwinglich waren.

Es dauerte nicht lange und die mit kräftigen Stahlsaiten und in eine Dobro-Stimmung gebrachten Gitarren gingen aus dem Leim.

Mit Stahlsaiten umgerüstet und in meist offenen Stimmungen entstand ein eigenwilliger, spezieller Klang. Heute verbindet man den Sound der kleinen Gitarren auf Grund der ersten Plattenaufnahmen mit dem frühen Blues der Südstaaten.

Einige Musiker und Musikerinnen haben diesen Sound wiederentdeckt und so sieht man hin und wieder die Salon-Gitarre auf Plattencovern und auf Bühnen bei Folk- und Blueskonzerten.

Problem: Stahlseiten und hohe „Offene Stimmungen

Im traditionellen Blues sind sehr häufig sogenannte offene Stimmungen und das Spiel mit dem Flaschenhals zu hören. Die hierfür erforderlichen Stahlsaiten waren für die meisten Wohnzimmergitarren der damaligen Zeit eine Überforderung.

Sogar die für Stahlsaiten hergestellten „Stella Steel Neck“ Gitarren mit ihren mit Metall verstärkten Hälsen hielten dem Saitenzug der Blues-Spielweisen häufig nicht lange stand.

Es dauerte nicht lange und die mit kräftigen Stahlsaiten und in eine Dobro-Stimmung gebrachten Gitarren gingen aus dem Leim. Krumme Hälse, verzogene und gerissene Decken im Bereich der Saitenhalter waren auf die Dauer unvermeidlich.

Es sei denn, Bastler (meist die Musiker selber) modifizierten die kleinen Leichtbauten.

Kaufen oder modifizieren?

Das Angebot an Parlor-Gitarren ist inzwischen nahezu unübersehbar. Es gibt sie, neben den Ausführungen für Nylonsaiten, inzwischen auch robust gebaut für Stahlsaiten. Eigentlich sind diese Ausführungen „Mini Westerngitarren“ mit Metallstab im Inneren des Halses und zusätzlichen Verstrebungen des Korpus.

Seltene 70er Jahre Framus Parlor-Gitarre mit Metallstab im Inneren des Halses. Der Hals ist nicht verleimt, sondern solide verschraubt (nachfolgendes Foto). Diese Gitarre kann sowohl für Nylonsaiten wie auch für Stahlsaiten genutzt werden. Mit Glück lassen sich Gitarren dieser Bauart über Kleinanzeigenmärkte finden.

Beschlag an der Unterseite des Korpus zur Halsbefestigung. Framus Model 75C 00115.

Neben dem Erwerb einer für Stahlsaiten geeigneten Parlor-Gitarre besteht eine Möglichkeit zum „authentischen“ Blues-Sound der 40er und 50er Jahre darin, es den Musikern der damaligen Zeit gleichzutun: Modifikation einer „Nylon-Parlor“ zur Stahlsaiten Blues-Gitarre.

Der Umbau zur Blues-Gitarre

Ausgangspunkt für den Umbau ist eine einfach und leicht konstruierte Parlor-Gitarre mit dem Branding Franconia. Die schwer ramponierte Gitarre für Nylonsaiten stammt vermutlich aus 60er Jahren und wurde von der Framus Vorgängerfirma Franconian Music Produktion Fred Wilfer Investment Trust in Erlangen erbaut.

Der Zustand der Gitarre war weder spielbar noch als Sammlerstück geeignet. Lediglich der Hals mit seinem Griffbrett war noch erstaunlich gut erhalten.

Umbau in Bildern

Nachfolgende Fotos beschreiben die erforderlichen Arbeiten des Umbaus einer Parlor-Gitarre zur Blues-Gitarre mit Stahlsaiten.

Der Hals wird ausgefräst und mit einem Stahlstab von 8 x 8 Millimeter verstärkt. Anschließend können die Unebenheiten mit Glasfaserspachtel ausgeglichen werden.
Das Foto zeigt den Hals mit der eingebauten Stahlstange und seiner neuen Justierung am Korpus der Gitarre. Die Mechaniken mussten durch Neuware ersetzt werden.
Der Hals wird vom Korpus aus der Verleimung gelöst und in eine höhere Position mit dem Korpus neu verleimt. Dabei wurde das Griffbrett ab dem 12. Bund zusätzlich um 3 Millimeter mit Holz unterfüttert und eine leichte Halsschrägung nach hinten bei der Justierung (bei aufgezogenen Saiten) berücksichtigt. Der Halsschafft wurde zusätzlich zur neuen Verleimung mit einem Bolzen am Korpus verschraubt. Der Bolzen ist im Halsschafft versenkt und nach Füllung der Bohrung an der Außenseite des Halses nicht sichtbar.
Zur Erleichterung der Justierung des Halses am Korpus sollten vorübergehend (lose) Saiten aufgezogen werden.
Der Saitenhalter wurde durch einen Halter für Schlaggitarren ersetzt. Er bietet deutlich mehr Halt als ein Saitenhalter, der auf der Decke der Gitarre befestigt wird.

Das Foto zeigt den Saitenhalter und den neu angeschafften höhenverstellbaren Steg. Zu sehen sind zwischen Saitenhalter und Steg die verschlossenen Bohrungen des alten Saitenhalters, der auf der Decke mit dem integrierten Steg befestigt war.
Der ursprüngliche Sattel wurde durch einen höhenverstellbaren Sattel ersetzt. Das ist ideal zur Anpassung der Saitenlage für das Spiel mit dem Flaschenhals in Kombination mit gegriffenen Saiten.
Im Schallloch wurde ein Tonabnehmer befestigt. Dieser Klassiker von Gretsch bietet, angeschlossen an einen Röhrenverstärker, einen typischen „Vintage Blues-Sound“.
Das Foto zeigt die Buchse für das Gitarrenkabel an der Unterseite der Gitarre.
Die Saitenlage ist Dank der Höhenverstellbarkeit von Sattel und Steg individuell an die Spielweisen mit Bootleneck in Kombination mit gegriffenen Saiten anzupassen.

Besonders zu beachten

Ist es notwendig den Hals aufgrund einer nicht ausreichend einzustellenden Saitenlage und/oder eines falschen Ansatzwinkels zur Halsschrägung vom Korpus zu entfernen, sind gute Nerven und viel Zeit erforderlich. Ist der Hals, wie meist bei Parlor-Gitarren verleimt, besteht die Aufgabe darin, den Hals möglichst schonend vom Korpus zu lösen.

Anleitungen zu verschiedenen Methoden der Lösung verleimter Hälse sind im Internet auffindbar. Ganz ohne Beschädigungen wird es kaum gehen. Zur Neujustierung sind hier Erfahrungen zu finden: Musima Banjo reparieren .

Ich wünsche viel Freude beim Ausprobieren von „kleinen“ Gitarren mit dem großen Sound!

Christian W. Eggers – 7. April 2026 – christian@stompology.org – (letzte Aktualisierung dieses Beitrags am 30. April 2026)