Berühmte Grooves – Der Motown Beat

Drummer verbinden mit den Motown-Produktionen der 60er Jahre häufig einen treibenden Snare-Beat, der als der Motown Beat (oder auch Motown Groove) bezeichnet wird. Wie du diesen Beat am Schlagzeug spielen kannst und wie er berühmt wurde, erfährst du mit diesem Artikel.

Hintergrund Motown Records

Mit 800 Dollar Starkapital gründete Berry Gordy im Januar 1959 „Talma Records“. Aus dem Label wurde ein Jahr später „Motown Record Corporation“ und eine Hit-Fabrik, ansässig in der Autostadt Detroit.

Die Motown Studios in der „Autostadt“ Detroit (USA), aufgenommen im Mai 2007. Autor: TM Peukert via wikimedia -Public Domain

Gordy hatte feste Vorstellungen, wie Soul für die Masse klingen sollte. Mit bändigen Eingriffen in die Spiel- und Gesangsgewohnheiten „seiner“ Musiker verfolgte Gordy das Ziel, Soul und R&B bei der weißen Bevölkerung salonfähig zu machen.

Gordy wurde reich. Von den weißen Plattenbossen hatte er sich wahrscheinlich zuvor als Songschreiber abgeschaut, wie man fremde Talente vermarktet. Dem von Gordy engagierten Songschreiber- und Produzententeam „Holland-Dozier-Holland“ ist ein entscheidender Anteil am Erflog der Mowton-Interpreten und an einem rasanten Wachstum der Verkaufszahlen zuzuschreiben.

Portrait der ByteFM Redaktion: „Berry Gordy – der Mann hinter Motown wird 90 Jahre alt“

Der Motown Beat am Schlagzeug

Ein in Motown-Produktionen öfter verwendeter und neuartiger Beat wurde zum rhythmischen Markenzeichen. Er ist in zahlreichen Hits aus dem Hause Gordy zu hören.

Beispiele für Songs im Motown Beat

  • „Stop! In The Name Of Love” (The Supremes)
  • “Reach Out I’ll Be There” und
  • I Can’t Help Myself“ (beide Titel gesungen von den The Four Tops).

Dieser Beat ist wahrscheinlich das ursprünglichste und eigenständigste der häufig mit orchestralen Overkill arrangierten Motown-Produktionen.

Die Basis des Motown Beat im Notenbild: Es wurden in Motown-Produktionen noch zahlreiche Perkussionsinstrumente hinzugefügt. Efektvoll ist es, mit der Bassdrum „freier“ zu spielen und z. B. Schläge auf der „2-Und“ hinzuzufügen und andere wiederum auszulassen.

Besonderheit des Motown Beat

Die Besonderheit dieser Schlagfolge liegt in den stringent gleichlaut „durchgespielten“ Vierteln auf der Snare Drum sowie der sparsamen und wirkungsvollen Bassdrum zwischen den Snare-Schlägen (im Basis-Beat auf der „3-Und“ und der „4-Und“).

Mittels großzügigem  Overdubbing wurden meist zahlreiche weitere Percussion-Klänge hinzugefügt, wie etwa Schellenkränze auf den Backbeats der 4/4-Takte (also auf 2 und 4). Starke Echo- und Halleinstellungen lassen das Schlagzeug im Klangbild der Songs nach hinten treten, so dass die redundaten Snare-Viertel nicht nerven.

Audio Beispiel „Motown Beat“

Ein berühmtes Beispiel für eine mitreißende Spielweise einer Abwandlung des Motown Beat ist in dem Song „Keep on Running“ (1965) der Spencer Davis Group mit Pete York am Schlagzeug zu hören und zu sehen.

Schwierigkeitsgrad

Wenn die Spielweise neu ist, ist das konstante Spielen der Viertel-Schläge auf der Snare mit der linken Hand in Kombination mit der Und-Bassdrum von den Bewegungsabläufen nicht sofort „intus“. Einmal richtig „in der Rille“ und locker gespielt treibt der Groove enorm. Es ergeben sich spannende Möglichkeiten des Zusammenspiels, insbesondere mit dem Bass.

Ich wünsche viel Freude beim Ausprobieren und Experimentieren!

Christian W. Eggers, 8. März 2021 (letzte Aktualisierung dieses Beitrags am 16. März 2021)

christian@stompology.org

Lesetipp: „Guitars, Bars, and Motown Superstars“ von Dennis Coffey

Berühmte Grooves – „Do It Again“

Wie sehr Teamwork einen Groove prägen kann, er nicht allein die Sache der Drummer ist, wird im Intro des Beach Boys Songs „Do It Again“ aus dem Jahre 1968 beispielhaft hörbar. Neben Schlagzeuger Dennis Wilson, dem Jazzmusiker  John Guerin  (Tamburin und Holzklötze) und dem Hand Clapping der Beach Boys hatte Tontechniker Stephen Desper einen prägenden Anteil am Charakter des Rhythmusparts von “Do It Again“.

Doch der Reihe nach!

Der Song

Thema des Songs ist die wehmütige Betrachtung vergangener unbeschwerter Tage in der Gesellschaft von Freundinnen und Freunden an den kalifornischen Stränden.

Well I’ve been thinking about
All the places we’ve surfed and danced and
All the faces we’ve missed so let’s get
Back together and do it again
Ow! Come on and do it again

Letzte Strophe „Do It Again“

Wie so häufig in den Kompositionen der ungleichen Temperamente Brian Wilson und Mike Love gelingt eine 2:30 Minuten Symphonie unerwarteter musikalischer Wendungen mit der den Beach Boys eigentümlichen Portion trotziger Lebensfreude und sanfter Melancholie.

Die Komponisten des Songs Mike Love und Brian Wilson bezeichneten „Do It Again“ in verschiedenen Interviews als ihre beste gemeinsame Zusammenarbeit. Den Song kannst Du auf YouTube hier anhören.

The group at Zuma Beach, July 1967 – Carl Wilson, Al Jardine, Brian Wilson, Mike Love and Dennis Wilson -Press photo of the Beach Boys -Capitol Records via wikipediapublic domain

Der Groove

Wie so oft: es sind die einfachen Schlagfolgen, denen Individualität und Seele erst mittels Akzenten, Auswahl der Klänge und des passenden Tempos eingehaucht wird.

…Brum-Brum-Brap – Brum-Brum-Brap – Brum-Brum-Brum-Bram-Brum-Brum-Brap

Schlagmelodie des Intros „Do it Again“
Die rhythmische Figur des Schlagzeug-Intros „Do It Again“ im Notenbild

Tontechnischer Effekt der Bass- und Snare Drum

Im Intro sind die Beats mit einem merkwürdigen gleichmäßigen druckvollem Knarzten zu hören. So ist der Song schon nach einem halben Takt zu erkennen und man wartet freudig auf den Einsatz der Band.

Wie ist dieser Effekt entstanden?

Häufig ist zu lesen, dass eine gewollte Übersteuerung diesen knarzenden Sound verursacht hat. Zum Glück hat Tontechniker Stephen Desper den Effekt erklärt:

Einstellungen des Echos mit der kostenfreien Software „Audacity“ – Das Soundbeispiel (Audio) hat der Autor dieses Artikels mit der gezeigten Einstellung nachträglich bearbeitet.

„Während des Mixdowns kam Ingenieur Stephen Desper auf den Drum-Effekt, der am Anfang des Tracks zu hören war. Er erklärte, er habe „Philips in Holland beauftragt, zwei Bandverzögerungseinheiten für den Einsatz auf der Straße zu bauen (um den Live-Gesang zu verdoppeln). [Er] bewegte vier der Philips PB-Köpfe sehr nahe beieinander, so dass ein Schlagzeugschlag wiederholt wurde viermal im Abstand von etwa 10 Millisekunden und mit dem Original gemischt, um den Effekt zu erzielen, den Sie hören.“ (Zitat nach wikipedia)

Snare und Bass Drum im Intro von „Do It Again. Nachgetrommelt und aufgenommen mit einem Electro Voice RE20 Mikrofon dicht vor der Bass Drum platziert. (Audiospur ca. 20 Sekunden) Unten: Audiospur des Videos

Dennis Wilson als Schlagzeuger der Beach Boys

Dennis Wilson, der jüngste der drei Wilson-Brüder, wurde als Drummer nur gelegentlich im Studio zugelassen und meist durch den vielbeschäftigten Studiomusiker Hal Blaine ersetzt. „Do It Again“ aber, aufgenommen im Home-Studio von Brian Wilson, wurde mit der Unterstützung von John Guerin von Dennis Wilson getrommelt.

Musiker Dennis Wilson, der als der „wahre Beach Boy“ mehr durch sein exzessives Leben bekannt wurde, war ein Multitalent: Sänger, Songschreiber, Produzent, Pianist und eben auch Schlagzeuger. Durch seinen frühen Tod blieb es bei wenigen Solo-Veröffentlichungen. Darunter das – nicht nur von Beach Boys Fans – gelobte Album “Pacific Ocean Blue“.

Das Schlagzeugspielen lernte Dennis laut „mare“ von seinem Bruder Brian Wilson: „Brian musste mir zeigen, wie das geht. Ich hatte ja keine Ahnung.“

Dennis Wilson: Drum Solo im Stil des „Surf-Drummers“ Sandy Nelson

Dennis Wilson war ein hervorragender Live Drummer. In seiner besteten Zeit half er der Band mit seiner Musikalität und Lebenskraft zuverlässig wie der Drummer einer Big Band durch die stetig komplizierter werdenden Arrangements seines Bruders Brian.

Christian W. Eggers, 4. März 2021 (letzte Aktualisierung des Beitrags 6. März 2021)

Woodblock zum Selbstbau

Zu den wohl ältesten Percussion-Instrumenten der Menschheit gehören Holzblöcke. Sie finden in fast jeder Musikrichtung Anwendung. Ganz besonders im frühen Jazz und in lateinamerikanischen Grooves.

So richtig zufrieden bin ich mit dem Klang handelsüblicher Woodblocks  bisher nicht gewesen. Egal welche Holzart und Bauweise: mir ist der Klang zu scharf. Es dominiert der Eigensound der Sticks und nicht der Klang eines schwingenden Holzkörpers mit Resonanzraum.

Ein Stück Buchenholz (im Beispiel aus dem Kaminholzkorb gerettet), etwas Werkzeug und Geduld können Abhilfe schaffen. Aus einem 22 cm (lange Seite) x 5 cm (breite Seite) und 6 cm (hohe Seite) Stück Feuerholz wurde ein Klangholz zur Befestigung am Spannreifen der Bass Drum.

Der Klang gefällt mir: etwas hölzern-hohl mit Nachklang, nicht zu spitz und dennoch nicht dumpf. Auf der Oberfläche gespielt entsteht der typische helle „Tick“-Klang, seitlich angeschlagen bringt der Resonanzkörper des Blocks ein schönes Holz auf Holz „Tock“ hervor. Tropenhölzer haben auf Grund ihrer Faserdichte weniger Nachklang als heimische Laubhözer. Wichtig ist, dass das ausgesuchte Holz nicht zu weich ist und den Sticks standhält.

Klangbeispiel Woodblock

Woodblock in fünf Schritten

Schritt 1: Das sorgfältig ausgesuchte Stück Holz kräftig aushöhlen. Das Holz wird in eine Schraubzwinge eingespannt. Als Fräse kann auch eine kleinere Kettensäge genutzt werden (Achtung: Unfallgefahr!). Die zukünftige Oberseite nicht zu dünn fräsen. Sie soll den Dorn der Halterung aufnehmen und als Schlagfläche dienen.

Schritt 2: Optional einen Schallschlitz in die Vorderseite fräsen. Hierfür eignet sich ein Winkelschleifer oder auch eine Stichsäge.

Schritt 3: Die offenen Seiten links und rechts sowie die offene Unterseite mit dünnem Sperrholz verleimt schließen. Schalllöcher mit dem Bohrer hinzufügen.

Schritt 4: Bohrungen in Bodenplatte und Oberseite für die Halterung anfertigen. Die Bohrungen müssen eng sein, so dass der Dorn der Halterung fest eingesteckt werden kann.

Schritt 5: Zur stabilen Befestigung der im Handel gekauften Halterung wurde die obere Bohrung mit einer Plastikmuffe versehen. Damit lässt sich die Halterung gut eindrehen und auch wieder herausziehen. Und damit ist der Block auch schon fertig. Ästheten können mit Schritt 6 fortfahren.

Schritt 6: Unsaubere Holznähte glätten und je nach Geschmack den Block entweder wachsen, ölen, dünn lackieren, beizen oder einfach roh lassen. In dem Beispiel wurden die Vorderseite und die Oberseite weitgehend unbehandelt gelassen und auch die Riefen im Holz nicht herausgeschliffen (Stichwort „Vintage Optik“).

Fazit

Mit dem Selbstbau kann man mit der Auswahl des Holzes, dem Umfang der Aushöhlung und durch die Anzahl sowie Verteilung der Schalllöcher viel Einfluss auf die Klangeigenschaften des Blocks nehmen. Man muss sich herantasten. Je mehr Aushöhlung und Schalllöcher, umso mehr verändert sich der Klang in Richtung „warmer Hohlraum“. Man kann sich die Arbeit zum Teil auch sparen und einen Woodblock kaufen und die Soundeigenschaften durch Ausfräsen und Bohrungen beeinflussen. Das macht aber nicht so viel Spaß wie ein vollständig selbstgebautes Unikat.

Christian W. Eggers, 4. März 2021, christian@stompology.org (letzte Aktualisierung dieses Beitrags am 12. März 2021)

Berühmte Grooves – The Twist

Mit dem Twist entstand Anfang der 60er Jahre nicht nur ein Modetanz. Der Groove des Twist läutete einen Wechsel in der Rhythmik der frühen Popmusik ein. Neben den swingenden Grooves etablierten sich die Beats der geraden Achtel. Das war in dem Ausmaß neu und es entstanden weitere Musikrichtungen (z. B. die Surfmusik)  auf der Basis der „Straight Eight Grooves“ mit ihren Betonungen der Snare auf der Zwei, der Zwei-Und  sowie der Vier und der Vier-Und der 4/4-Takt Kompositionen.

Schlagzeugnoten zum Grovve „My Girl Josephine“ – Eine einfache Figur, die jedoch konstant über 2:30 Minuten im Tempo von 169 bpm nicht ganz leicht durchgehend gefühlvoll zu spielen ist.

Ein Jahr vor der Veröffentlichung des Songs „Let‘s Twist Again“ (Chubby Checker, 1961, YouTube) mit dem markanten Snare-Groove, war der Twist am Schlagzeug schon gefunden. Ganz ohne das neue Etikett Twist wurde „My Gril Josephine“ von Fats Domino zu einem Welthit.

Groove pur

„My Girl Josephine“ basiert auf einem 4/4-Takt Snare-Groove, der vom ersten bis zum letzten Takt unverändert und ohne Fills gespielt wird.

Auffallend ist die Hervorhebung der Backbeats und der nachfolgenden Und-Schläge der Zwei und der Vier: Ganz im Stile des New Orleans Drumming greift Earl Palmer in die „Rudiment-Kiste“ und spielt diese Schläge als sogenannte Flams.

Ein Flam (auch Schleifschlag, Schleppstreich oder einfacher Vorschlag genannt) ist meist in Noten des Schlagwerks zu finden. Zwei Schläge (Vorschlag und Hauptschlag) erfolgen sehr dicht aufeinander.

Wikipedia

Earl Palmer über seine Funktion als Schlagzeuger

Palmer, der wegen seines stetigen Taktes „das Metronom“ genannt wurde, betonte, dass „das Schlagzeug wirklich ein Begleitinstrument ist. Wenn Sie nicht wissen, wie man damit begleitet, sind Sie kein guter Schlagzeuger, sondern nur ein Solist.“ (Perrone, Pierre; 22. September, 2008); „Earl Palmer [Obituary]“The Guardian.)

Ein sehr lesenswertes Buch: Palmers Biographie „Backbeat.“ 2000 wurde Palmer in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Er starb 83-jährig am 19. September 2008 in Los Angeles.

Ich wünsche viel Spaß beim Ausprobieren und wie immer freue ich mich über Rückmeldungen und Ergänzungen! (christian@stompology.org)

Christian W. Eggers, 28. Februar 2021 (letzte Aktualisierung dieses Beitrags: 28. Februar 2021)

Berühmte Grooves – „Cry to Me“

Es gibt Grooves, die schon für sich allein gespielt die Melodie des zugehörigen Songs in das Gedächtnis bringen. Einer dieser Grooves ist die Schlagfolge des Songs „Cry to Me“. Gesungen hat den Song der Soulsänger Solomon Burke.

Solomon Burke (1967) Quelle: Atlantic Records, Public domain, via Wikimedia Commons / Wikipedia

Der Gesangsstil von Solomon Burke wird häufig mit der Ausdrucksstärke der Soulsänger Sam Cooke, Otis Redding und Ray Charles verglichen.

Der Song

Die Soul-Ballade „Cry to Me“ wurde 1961 in New York bei Atlantic aufgenommen und sie erschien 1962 als Single. Geschrieben und produziert hat den Song Bert Berns („Bert Russel“), den Der Rolling Stone 2015 auf Rang 64 der 100 besten Songwriter aller Zeiten listete.

An den aufwendigen Aufnahmesessions waren die Studio-Hausmusiker von Atlantic beteiligt; das Schlagzeug wurde laut Credit des Labels von Gary Chester (siehe unter „Der Drummer“ unten) gespielt.  Die Ballade knüpft an die Gospel-Soul-Welle Mitte der 50er bis in die zweite Hälfte der 60er Jahre an und enthält den mehrstimmigen Doo Wop-Gesang  im Stile der Dominoes, Drifters und Platters

Die Originalfassung von „Cry to Me“ kannst Du auf YouTube anhören.

Der Groove

Die Besonderheit des Grooves liegt in der im Arrangement durchgehend hervorgehobenen Zählzeit 3-Und. Auf die 4 und 4-Und fallen keine rhythmischen Schwerpunkte. Das ist zunächst etwas gegen die Hörgewohnheiten, da in den 4/4-Takten des 60er Jahre R&B meist die „Zwei“ und die „Vier“ die rhythmischen Bezugspunkte durch kräftige Backbeats am Schlagzeug modern wurden. Komponist und Produzent Berns war ein Liebhaber kubanischer Musik und das wird auch im Arrangement von „Cry to Me“ spürbar. In der nur einen Takt umfassenden rhythmischen Figur und mit den Akzenten der Band ensteht eine 3:2 „Mini-Clave“: „Bab-Bab-Bab – da-da“(Erklärung „Clave“ siehe Bo Diddley Beat).

„…fiery Afro-Cuban incantations that pulsed with sex and sin.“

Website Bert Berns

Das eigenwillige und eingängige „Bab-Bab-Bab – da-da“ (enstpricht im 4/4-Takt den Zeiten Eins, Eins-Und, Zwei, Drei, Drei-Und) haben zahlreiche Interpreten später in ihren Coverversionen geglättet oder den Song im  6/8-tel Gefühl interpretiert (so z. B. die Rolling Stones). Spätere Live-Versionen von Solomon Burke wurden am Schlagzeug als leichter tanzbare „Zwei-Vier-Backbeats“ getrommelt.

Basis-Groove „Cry to Me“ von Solomon Burke
Interpretation des „Cry to Me“ Grooves (Video-Länege 0:33)

Der Komponist und Produzent Bert Berns

Aus der Biografie BertBerns.com: „A Cuban music aficionado since even before he traveled to Cuba in the days before Castro, Berns brought the heart of mambo into rock and roll — not the supple Brazilian samba rhythms found in records by Jerry Leiber and Mike Stoller or Burt Bacharach, but fiery Afro-Cuban incantations that pulsed with sex and sin.“

Der Drummer Gary Chester

Gary Chester wirkte als Studio-Drummer an einigen hundert Titeln über drei Jahrzehnte mit. Er ist der Autor des Lehrbuches „The New Breed“. Als Drummer, wie auch als Lehrer, verfolgte und realisierte Chester ambitionierte Ziele.

“His systems have been used and endorsed by drummers such as Kenny Aronoff, Danny Gottlieb, and Dave Weckl.” (Drummerworld.com über Gary Chester)

„Playing good is not good enough, you’ve got to be innovative.“

Chester zitiert nach Bob Henrit

Einen detaillierten  Artikel über das Wirken von Gary Chester hat  Schlagzeuger Bob Henrit (Argent / The Kinks) 2018 geschrieben. Gary Chester starb am 17. August 1987.

Christian W. Eggers, 19. Februar 2021 (letzte Aktualisierung: 22. Februar 2021)

Quellen