Sun Records Echo – Wie Sam Phillips es produziert hat

Der Sun Records Inhaber und Produzent Sam Phillips hatte nicht nur die Fähigkeit Talente wie Elvis Presley, Johnny Cash und Howlin‘ Wolf zu ihren Werdegängen zu verhelfen. Sam Phillips war auch ein begnadeter Tüftler im Bereich der damals noch sehr bescheidenen Studiotechnik.

1954 hatte Sam Phillips sein Studio aufgerüstet und zwei Ampex 350-Recorder installiert: einen als Konsolenmodell und einen anderen, der hinter seinem Kopf für das Bandverzögerungsecho oder Slapback montiert war. (1)

Es entstand der typische Sun Records Sound, der wohl ewig mit den Stimmen von Johnny Cash und Elvis Presley verbunden bleiben wird.

Wie das Sun Record Echo „nachgebaut“ werden kann

Vereinfacht gesagt, handelt es sich bei dem legendären Sun Records Echo um zwei Bandmaschinen, die gleichzeitig dasselbe aufnehmen und wiedergeben. Das zweite Bandgerät („Echogerät“) spielt die Aufnahme etwas später ab als das erste, wodurch das Bandecho entsteht.

Die Länge der Verzögerung richtet sich nach der Bandgeschwindigkeit des Gerätes, an das ein zweites Mikrofon im Aufnahmeraum (mit etwas Entfernung zum eigentlichen Aufnahme-Mikrofon) angeschlossen ist. Laufen beide Bandgeräte mit der gleichen Geschwindigkeit, ensteht das typische Sun Records Echo: kurz, dezent und warm.

Ist der Effekt auch mit eher bescheidenen Studioausrüstungen zu erreichen? Und wie! Das Video zeigt, wie es geht.

Christian W. Eggers – 14. Mai 2023 – christian@stompology.org (letzte Aktualisierung dieses Artikels am 26. April 2024)

(1) http://www.history-of-rock.com/sam_phillips_sun_records.htm

Titelfoto Sun Records Gebäude: Titel des Fotos: Sun Studio (2002); Autor: JeremyA; Quelle: Wikipedia; Lizenz CC BY-SA 2.5 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5/

Practice „Let There Be Drums“ – New Video

Fragt man Schlagzeugerinnen und Schlagzeuger, welcher Song die Begeisterung für die Trommeln geweckt hat, wird häufig der Instrumental-Hit Let There Be Drums von Sandy Nelson aus dem Jahre 1961 genannt.

Das Einüben der fünf Basis-Figuren von „Let There Be Drums“ am Set gezeigt

Einige Songs begleiten einen ein Leben lang und immer wieder entdeckt man Neues. Manchmal nur Nuancen und manchmal Fundamentales. Man ist eigentlich nie „fertig“ und das Üben ist der Weg.

Vielleicht lädt das 3,5 Minuten lange Video mit Erklärungen, Audios und Noten zur Beschäftigung mit einem der aufregendsten Drum Grooves der Pop-Geschichte ein. Einen Artikel über die Spielweisen von „Let There Be Drums“ findest Du hier.

Christian Eggers – 16. April 2023 – christian@stompology.org (letzte Aktualisierung am 6. Mai 2023)