Rein digital erstellte Audio-Aufnahmen werden von einigen Hörern und Hörerinnen als unnatürlich rein empfunden. Trotz zahlreicher Programme, die den Klang alter Audiogeräte, wie Bandmaschinen, simulieren. Dieser Artikel enthält einen Klang-Vergleich zwischen einer rein digitalen Musik-Produktion gegenüber einer Endbearbeitung des digitalen Audios, erstellt mit einer Röhren-Tonbandmaschine.
Die Master-Maschine
Zur Endbearbeitung der digital erstellten Aufnahme wurde in diesem Vergleichstest ein Tonbandgerät Revox G36 MK 1 gewählt.
Es handelt sich bei der Baureihe Revox G36 um die letzten in Serie hergestellten semiprofessionellen Röhrentonbandgeräte. Die Revox G36 vereint gleich zwei analoge Soundeigenschaften: die einer Bandaufzeichnung und die Wirkungen der Klangerzeugung mittels Röhrentechnik.

Inzwischen hat der Oldtimer im kleinen Stompology-Studio seinen festen Platz gefunden.Das DIN-VU-Meter über den Spulen des Bandgerätes dient zur Anzeige des Ausgangspegels eines Interfaces oder Mischpults.
Der Vergleich
Zunächst ist die rein digitale Produktion, erstellt mit dem Programm Audacity, zu hören.
Hiervon wurde eine Audiodatei mit der Revox G36 bei Aussteuerung nach Bedienungsanleitung erstellt: maximaler Pegel nach angezeigter Aussteuerungskontrolle + 1,5 VU.

Eine weitere Aufnahme der digitalen Aufnahme mit der G36 erreicht bei lauten Passagen einzelner Instrumente der Aufnahme + 3 der nach ASA-Norm geeichten Revox VU-Meter. Mit dieser Aufnahme sollen die Übersteuerungseffekte Bandsättigung und Röhrenverzerrung hörbar werden.
Audios im Vergleich
Hier folgen die drei Aufnahmen (jeweils 30 Sekunden) zum Hörvergleich.
Rein digital
Revox Bandmaschine mit empfohlener Aussteuerung
Revox Bandmaschine mit überhöter Aussteuerung
Der Song „Sanftes Leben“

Weiterführender Link
Für Freunde und Freudinnen von Bandgeräten in der Musikproduktion: EinVergleich zwisschen einer Revox A77 und G36 wurde bereits hier vor einiger Zeit veröffentlicht. Der Beitrag ist hier zu finden.
Christian W. Eggers – 25. Februar 2026 – christian@stompology.org (Letzte Aktualisierung dieses Artikels am 25. Februar 2026)