Es hatte sich herumgesprochen, dass Archie die Angewohneit hat, auf „Schrott-Gitarren“ zu spielen. So ist es kein Wunder, dass immer mal wieder eine dieser Gitarren der Müllentsorgung von der Schippe springt und bei Archie landet.
„Da kannst Du bestimmt noch was draus machen! Ich nehme an, dieses Ding wird so originell schlecht klingen, dass Du es lieben wirst.“ Und schon hat man den Salat, bedankt sich brav und sieht sich verpflichtet.
Das Schöne war, man konnte nichts mehr wirklich kaputtmachen. Es konnte nur besser werden. Also machte Archie sich an die Arbeit. Es sollte die schlimmste schönste Blues-Gitarre der Welt werden. So jedenfalls Archies Idee.

Eine Wandergitarre des Herstellers Framus Franconia, vermutlich aus den späten 60er Jahren, war der Ausgangspunkt. Archies Plan war es, daraus eine Gitarre für das Bottleneck-Spiel in der Open-Tunig Stimmung E zu bauen. Oha! Naturgemäß verkraften Wandergitarren sechs Stahlseiten und hohe Stimmungen nicht ohne radikale Umbauten.
Nachdem Archie sich wochenlang in seiner Werkstatt irgendwo auf dem Lande nördlich des Nord-Ostsee-Kanals vergrub, tauchte er am vergangenen Samstag unangekündigt mit seinem neuen Stompophon auf. Und nicht nur das: Er brachte auch gleich einen Song dazu mit! Nicht für diese Zeit gemacht.
Ich wünsche viel Spaß beim Anschauen und Hören. Wie immer freue ich mich über Anmerkungen und Anregungen.
Christian W. Eggers – christian@stompology.org – 11. Januar 2026 (letzte Aktualisierung dieses Beitrags am 11. Januar 2026)
Für Archie ist kein Weg zu weit und kein Schnee zu tief. Denn Archie gibt niemals auf!