Kleines Homerecording Rack im Selbstbau

Alte Technik braucht viel Platz. Soll die Aufnahmetechnik dann auch noch beweglich und während des Aufnehmens für eine einzelne Person bedienbar sein, muss man sich etwas einfallen lassen. Dieser Artikel beschreibt mittels Fotos, wie man mit wenig Aufwand ein kleines „Vintage“ Homerecording Rack zusammenzimmern kann, das sich auch in kleineren Räumen unterbringen lässt.

Ausgangspunkt für das Rack ist ein einfacher, robuster Computertisch. Dieses rollbare Exemplar aus den frühen Tagen der Computerbüromöblierungen konnte vom Sperrmüll gerettet werden.

Für das Schrägstellen der Bandmaschine bedarf es einer zweiten oberen beweglichen Fläche. Die Einfassungen aus Aluminium können im Baumarkt erworben werden.
Mittels Klappscharnieren für Gartenliegen lässt sich die Stellfläche für das Tonbandgerät bequem in Schrägstellungen bringen. Das ist notwendig, damit während der Aufnahme die VU-Meter der Bandmaschine gesehen werden können.
Am hinteren Ende der Schräge ist ein verstellbares Stativ für ein VU-Meter zur Kontrolle der Mischpult-Ausgangspegel angebracht. Siehe auch erstes Bild.
Das erste ausziehbare Fach unter der Bandmaschine ist für ein kleines modernes Mischpult mit einem „Einknopf-Kompressor“ vorgesehen. Zudem bietet es für moderne Mikrofone die häufig notwendige Phantomspeisung. Neben dem Mischpult ist ausreichend Platz für ein Audio-Interface zur Verbindung mit dem Computer vorhanden.
Die Fläche des ersten Faches lässt sich seitlich erweitern. Sie ist besonders wichtig für Kaffeebecher. 🙂
Das zweite ausziehbare Fach beherbergt ein Mischpult mit Vintage-Halleffekt sowie vier Eingängen für Mikrofone. Der „Outputpegel“ kann über das VU-Meter über der Bandmaschine im Auge behalten werden. Das Mischpult ist leicht schräg gestellt.
Das unterste Fach ist nicht beweglich. Es dient zur Lagerung verschiedener Mikrofone. Nicht sichtbar hinter den Mikrofonverpackungen ist eine Steckdosenleiste für alle im Rack befindlichen Geräte sowie Raum für die Netzteile.
Die Rückseite des Racks: Ein robustes Patchbay bietet die Möglichkeit der komfortablen und einfachen Verkabelung der einzelnen Audio-Komponenten.
Hier nochmals das Selbstbau-Rack in seiner ganzen Pracht. Nun ja, Design geht anders. Aber das Ding funktioniert und ist sogar für Drummer am Set bedienbar.

Noch eine Anmerkung. Dort wo hohe Schallpegel aufgenommen werden, etwa beim Einsatz einer Schlagzeugaufnahme, ist es wichtig, dass die Konsole keine Vibrationsgeräusche erzeugt. Das wurde hier durch die Verwendung von Trittschall-Pads unter den einzelnen Geräten erreicht.

Christian W. Eggers – 27. Juni 2025 – christian@stompology.org (letzte Aktualisierung dieses Artikels am 27. Juni 2025)

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